Statuten SGMI

1 Name und Sitz

Die Schweizerische Gesellschaft für Medizinische Informatik (SGMI) ist ein Verein im Sinn von Art. 60 ff. des Schweizerischen Zivilgesetzbuches.

Der Sitz der SGMI ist am Domizil der Geschäftsstelle. Führt die SGMI keine Geschäftsstelle mehr, so bestimmt der Vorstand den Sitz am Arbeits- oder Wohnort des Präsidenten(1) oder des Sekretärs.

(1) Die Funktionen, die in diesen Statuten in der maskulinen Form aufgeführt sind, können von Personen beiderlei Geschlechts wahrgenommen werden.

2 Zweck

Die SGMI fördert

a. das Studium, die Entwicklung und die Nutzung der Informatik im Gesundheitswesen, d.h. die Medizinische Informatik(2);

(2) „Informatik“ oder „Informationstechnik“ (IT), englisch „Information Technology“, bezeichnet die Theorie und Praxis der Gewinnung, Verarbeitung und Verteilung von Informatio-nen. „Informatik im Gesundheitswesen“ oder „Medizinische Informatik“ bezeichnet die Informatik mit Einsatzbereich Medizin, Biomedizin und Gesundheitswesen inkl. Dokumenta-tion, Statistik und Biometrie.

b. Kontakte zwischen den Akteuren im Umfeld der medizinischen Informatik;

c. die Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Schwestervereinigungen;

d. die Aus-, Weiter- und Fortbildung in medizinischer Informatik auf allen Stufen;

e. die freundschaftlichen Beziehungen unter ihren Mitgliedern.

Die SGMI führt keine auf Gewinn zielende Geschäftstätigkeit.

3 Partnerschaften

Die SGMI ist konstituierendes Mitglied der European Federation for Medical Informatics (EFMI), welche der International Medical Informatics Association (IMIA) angehört. Sie repräsentiert die Schweiz in der EFMI und der IMIA.

Die SGMI sucht die Partnerschaft mit allen Organisationen, die an der Förderung der medizinischen Informatik oder der Weiterentwicklung des Gesundheitswesens unter Einbezug der Informatik beteiligt sind.

4 Mitgliedschaft

Die SGMI umfasst ordentliche Mitglieder (Einzel- und Kollektivmitglieder) und Ehrenmitglieder.

Die ordentliche Mitgliedschaft steht natürlichen und juristischen Personen und Institutionen offen, die sich mit medizinischer Informatik beschäftigen oder an Fragen der Informatik im Gesundheitswesen interessiert sind.

Der Vorstand kann spezielle Mitgliederkategorien und Qualifikationsanforderungen für die verschiedenen Berufsgruppen im Umfeld der medizinischen Informatik definieren.

Die Mitgliederversammlung kann Persönlichkeiten, die hervorragende Verdienste um die medizinische Informatik oder um die SGMI erworben haben, zu Ehrenmit-gliedern ernennen.

Der Vorstand entscheidet über die Aufnahme als Mitglied aufgrund eines schriftlichen Aufnahmegesuchs. Die Ablehnung der Aufnahme muss nicht begründet wer-den.

Der Austritt erfolgt aufgrund eines schriftlichen Gesuchs auf Ende des laufenden Kalenderjahres.

Der Vorstand kann Mitglieder, die gegen den Vereinszweck verstossen oder ihren finanziellen Verpflichtungen gegenüber der SGMI nicht nachkommen, nach Anhö-rung ausschliessen. Gegen den Ausschluss ist innert eines Monats ein Rekurs an die Mitgliederversammlung möglich, welche endgültig entscheidet.

Die Liste der SGMI-Mitglieder mit Name, Funktion und Adresse steht den Mitgliedern für nichtkommerzielle Nutzung zur Verfügung.

5 Organe

Die Organe der SGMI sind:

a. die Mitgliederversammlung;

b. der Vorstand;

c. die Kontrollstelle.

Der Vorstand kann weitere Gremien ohne Organfunktion einsetzen, z. B. einen Beirat, Fachkommissionen und Arbeitsgruppen.

6 Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung ist zuständig für folgende Geschäfte:

a. Abnahme des Tätigkeitsberichts des Vorstands;

b. Abnahme der Jahresrechnung;

c. Entlastung des Vorstands;

d. Festsetzung der Mitgliederbeiträge;

e. Wahl des Präsidenten, der weiteren Mitglieder des Vorstands und der Revisoren;

f. Ernennung von Ehrenmitgliedern;

g. Rekurs bei Ausschluss eines Mitglieds;

h. vom Vorstand vorgelegte Geschäfte und Anträge von Mitgliedern;

i. Änderung der Statuten;

j. Auflösung der SGMI.

Die SGMI führt jährlich eine ordentliche Mitgliederversammlung durch – wenn möglich in den ersten vier Monaten und im Rahmen einer Fachtagung.

Der Vorstand kann eine ausserordentliche Mitgliederversammlung einberufen. Ein Fünftel der Mitglieder kann unter Vorlage eines Traktandums die Durchführung einer ausserordentlichen Mitgliederversammlung verlangen. Der Vorstand muss diese Versammlung innert 12 Wochen einberufen.

Der Vorstand legt die Traktanden fest. Die Einladung mit der Traktandenliste muss spätestens 20 Tage vor der Versammlung an die Mitglieder verschickt werden.

Die Mitgliederversammlung fasst Beschlüsse in offener Abstimmung mit einfachem Stimmenmehr, Beschlüsse über Statutenänderungen und die Auflösung der SGMI mit einem Mehr von zwei Dritteln der Stimmenden. Auf Verlangen von 10 Mitgliedern erfolgt die Beschlussfassung in geheimer Abstimmung. Jedes Mitglied hat eine Stimme. Einzelmitglieder können sich nicht vertreten lassen. Jeder Teilnehmer kann höchstens eine Stimme abgeben.

Die Mitgliederversammlung beschliesst nur über Geschäfte, die mit der Einladung mindestens 20 Tage vor der Versammlung angekündigt wurden.

7 Vorstand

Der Vorstand ist zuständig für alle Geschäfte, die nicht in die Kompetenz der Mitgliederversammlung fallen.

Der Vorstand setzt sich aus dem Präsidenten und fünf bis neun weiteren Vorstandsmitgliedern zusammen, wobei auf eine ausgeglichene Vertretung der Fachrich-tungen und Sprachregionen zu achten ist. In den Vorstand wählbar sind Einzelmitglieder und Bevollmächtigte von Kollektivmitgliedern.

Die Fachrichtungen und Sprachregionen sollen im Vorstand ausgeglichen vertreten sein.

Die Amtsdauer beträgt zwei Jahre. Unmittelbare Wiederwahl ist für den Präsidenten einmal, für die übrigen Vorstandsmitglieder zweimal zulässig. Während der Amtsdauer gewählte Vorstandsmitglieder treten in die Amtsdauer ihrer Vorgänger ein.

Der Vorstand bestimmt aus seinen Reihen den Sekretär und den Kassier und organisiert sich im Übrigen selbst.

Der Präsident, der Sekretär und der Kassier bilden das Büro und sind zuständig für das Tagesgeschäft und die Vorbereitung der Vorstandssitzungen.

8 Kontrollstelle

Die Kontrollstelle besteht aus zwei Revisoren. Ihre Amtszeit beträgt zwei Jahre. Wiederwahl ist zulässig.

9 Finanzen

Das Geschäftsjahr der SGMI ist das Kalenderjahr.

Die Einnahmen der SGMI setzen sich zur Hauptsache zusammen aus:

a. Mitgliederbeiträgen;

b. Erträgen aus Publikationen und Veranstaltungen;

c. Zuwendungen.

Für Studenten kann ein reduzierter Mitgliederbeitrag festgelegt werden.

Die Ausgaben der SGMI entfallen hauptsächlich auf:

a. Administrative Aufwände, Spesen (finanziert durch die Mitgliederbeiträge);

b. Aufwände für Projekte;

c. Preise und Stipendien.

Die Tätigkeit in den Organen der SGMI ist ehrenamtlich. Es werden keine Zeitentschädigungen und Sitzungsgelder ausgerichtet, hingegen können Spesen vergütet werden. Der Vorstand erlässt das Spesenreglement.

Für Verbindlichkeiten der SGMI haftet allein das Vereinsvermögen. Die Mitglieder sind nur bis zur Höhe des von der Mitgliederversammlung beschlossenen Mitglie-derbeitrags persönlich haftbar.

10 Aktivitäten

Die SGMI erreicht ihren Zweck mit folgenden Aktivitäten:

a. Organisation von Fachtagungen und ähnlichen Veranstaltungen;

b. Herausgabe einer Fachzeitschrift;

c. Stellungnahmen und Verlautbarungen an Behörden und an die Medien;

d. Einsatz von Fachkommissionen und Arbeitsgruppen für Projekte;

e. Vermittlung von Fachspezialisten;

f. Mitarbeit in Fachgremien auf nationaler und internationaler Ebene;

g. Verleihung von Preisen und Vergabe von Stipendien.

Bei Fachtagungen benützen die Teilnehmer in der Regel die Landessprache entsprechend ihrer Herkunft.

11 Auflösung

Im Fall der Auflösung der SGMI wird das Vermögen einer nicht gewinnorientierten Organisation ähnlicher Zielsetzung gemäss Beschluss der Mitgliederversammlung zugewendet.

12 Schlussbestimmungen

Die vorliegenden Statuten ersetzen die Statuten vom 31.1.1991 mit Änderungen vom 4.5.2000 und vom 30.1.2002.

Im Zweifelsfall gilt die deutsche Fassung der Statuten.

Die vorliegenden Statuten treten mit Beschluss der Mitgliederversammlung vom 26.3.2004 in Kraft.